Unter Dyskalkulie (Rechenstörung, Rechenschwäche) verstehen wir die isolierte Störung mathematischer Teilleistungen bei ansonsten durchschnittlicher Intelligenz. Kinder, die unter ihr leiden, zeigen wie Legastheniker eine psychische Entmutigungssymptomatik.
Beim Erlernen des Rechnens fallen sie auf durch
Schwierigkeiten beim Erlernen basaler Eins-und-eins-Beziehungen
fehlende Mengenvorstellungen
inverses Schreiben von Zahlen, z.B. 27 statt 72
Schwächen beim Erlernen des Einmaleins
Raten statt Rechnen
Unverständnis für quantitative Beziehungen in Textaufgaben
Dyskalkulie-Therapie baut auf der Basis gegenständlich-anschaulicher Operationen das Verständnis für Mengen auf und schafft so die Voraussetzung für das "Be-Greifen" der Mathematik. Eine eingehende qualitative Diagnostik der Zugangsschwierigkeiten ist Voraussetzung für den Aufbau individueller Strategien.